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Kategorie: IFA

IFA 2026 ein Fazit

Wenn die Zukun­ft aussieht wie ein Media­Markt


Die IFA ist zu Ende. Mit rund 2.000 Ausstellern und mehr als 220.000 Besuch­ern ist klar, dass die Berlin­er Tech­nikmesse nach wie vor äußerst attrak­tiv ist. Und doch bleibt nach mehreren Mes­se­ta­gen ein merk­würdi­ger Ein­druck zurück: Wo endet die Tech­nolo­giemesse und wo begin­nt der größte Media­Markt der Welt?
Natür­lich gibt es sie noch, die großen Marken. Sam­sung, LG, Bosch, Miele und andere präsen­tieren aufwendi­ge Erleb­niswel­ten, in denen Pro­duk­te Teil ein­er per­fekt insze­nierten Marken­welt wer­den. Dazwis­chen ste­hen jedoch unzäh­lige Aussteller mit Fernse­hern, Kopfhör­ern, Staub­saugern, Küchengeräten, Smart­phones und aller­lei Gad­gets. Vieles davon ist inter­es­sant und manch­es beein­druck­end, aber erstaunlich wenig wirkt wirk­lich über­raschend.
Auch die kün­stliche Intel­li­genz ist auf der IFA inzwis­chen all­ge­gen­wär­tig. Kaum ein Gerät kommt ohne das Etikett „AI“ aus. Dabei ist die Tech­nolo­gie keineswegs neu. Neu ist vielmehr, dass immer leis­tungs­fähigere Prozes­soren, größere Spe­ich­er und aus­ge­feil­tere Algo­rith­men es ermöglichen, Ver­fahren, die lange Spezialan­wen­dun­gen vor­be­hal­ten waren, in immer mehr All­t­ags­geräte zu inte­gri­eren. Die eigentliche Rev­o­lu­tion ist also weniger die Erfind­ung neuer Intel­li­genz als deren Indus­tri­al­isierung.
Genau darin liegt die Botschaft dieser IFA. Sie zeigt weniger die spek­takuläre Zukun­ft als den Moment, in dem tech­nis­che Entwick­lun­gen zur Ware wer­den. Beson­ders auf­fäl­lig ist dabei der Auf­stieg chi­ne­sis­ch­er Her­steller, die mit riesi­gen Stän­den und ein­er enor­men Pro­duk­t­palette inzwis­chen selb­st­be­wusst neben den etablierten europäis­chen, kore­anis­chen und japanis­chen Marken auftreten.
Die IFA ist deshalb keineswegs über­flüs­sig. Im Gegen­teil: Sie ist ein ziem­lich präzis­es Abbild eines sich verän­dern­den Welt­mark­tes. Nur hat sich ihre Funk­tion verän­dert. Vielle­icht wird die Zukun­ft hier nicht mehr erfun­den.
Vielle­icht ähnelt sie inzwis­chen ein­fach einem sehr großen Media­Markt.

IFA 2026

Was kann Tech­nik inzwis­chen wirk­lich?

Vom 4. bis 8. Sep­tem­ber wird Berlin wieder zum Tre­ff­punkt der inter­na­tionalen Tech­nikwelt. Unter dem Mot­to „Inno­va­tion For All“ zeigt die IFA, was sich bei Unter­hal­tungse­lek­tron­ik, Smart Home, KI und dig­i­tal­en Anwen­dun­gen ger­ade verän­dert.

Beson­ders span­nend wird in diesem Jahr der Blick auf humanoide Robot­er. In der IFA Next zeigen rund 300 Aussteller, wie Robot­er und kün­stliche Intel­li­genz näher an den All­t­ag rück­en – vom Haushalt über Ser­vice und Pflege bis zur Indus­trie. Dazu kom­men neue Entwick­lun­gen bei Smart Glass­es, AI Wear­ables und ver­net­ztem Wohnen.

Die IFA will dabei nicht nur zeigen, son­dern erleben lassen: aus­pro­bieren, ver­gle­ichen, staunen und selb­st ent­deck­en, was heute schon funk­tion­iert und was vielle­icht mor­gen selb­stver­ständlich sein wird.

Wer wis­sen möchte, wie viel Zukun­ft bere­its im All­t­ag angekom­men ist, und was wir erwarten kön­nen sollte die IFA 2026 nicht ver­passen.

https://www.ifa-berlin.com

IFA — 5. bis 9. September 2025

Die IFA 2025 verdeut­lichte die aktuellen Schw­er­punk­te der Unter­hal­tungse­lek­tron­ik: Kün­stliche Intel­li­genz wird zunehmend in All­t­ags­geräte inte­gri­ert, Nach­haltigkeit und Energieef­fizienz rück­en stärk­er in den Vorder­grund, und die Ver­net­zung im Smart Home schre­it­et weit­er voran. Viele gezeigte Pro­duk­te knüpfen an beste­hende Entwick­lun­gen an, set­zen aber auf verbesserte Bedi­en­barkeit und opti­mierte Funk­tio­nen. Damit bestätigt die Messe ihre Rolle als inter­na­tionaler Branchen­tr­e­ff­punkt und Gradmess­er für tech­nol­o­gis­che Trends.

Künstliche Intelligenz im Alltag

Die IFA 2025 stand ganz im Zeichen der KI. Ob Fernse­her, Kühlschränke, Waschmaschi­nen oder Smart­phones – nahezu jedes Gerät war mit intel­li­gen­ter Soft­ware aus­ges­tat­tet, die das Leben ein­fach­er, effizien­ter und per­sön­lich­er machen soll. KI übern­immt dabei nicht nur die Rolle ein­er Bedi­en­hil­fe, son­dern entwick­elt sich zum aktiv­en Assis­ten­ten: Sie erken­nt Gewohn­heit­en, passt Energie­ver­brauch automa­tisch an, gibt Empfehlun­gen und inte­gri­ert sich naht­los in den All­t­ag. Beson­ders im Smart Home zeigt sich die Kraft dieser Tech­nolo­gie: Sys­teme steuern Licht, Heizung, Sicher­heit oder Unter­hal­tung nach Bedarf, und das auf Basis ler­nen­der Algo­rith­men. Auch im Enter­tain­ment­bere­ich wird KI wichtiger – von Bil­dop­ti­mierung bis zur indi­vidu­ellen Con­tent-Empfehlung. Die Messe machte deut­lich: KI wird zur Grund­vo­raus­set­zung mod­ern­er Geräte, ähn­lich selb­stver­ständlich wie Inter­ne­tan­schlüsse vor 20 Jahren.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Ein zweit­er Schw­er­punkt war die Frage, wie Tech­nik nach­haltiger wer­den kann. Viele Her­steller präsen­tierten Lösun­gen, die den Energie­ver­brauch senken, Mate­ri­alien scho­nen und die Lebens­dauer von Geräten ver­längern sollen. Kühlschränke, die den Verderb von Lebens­mit­teln verzögern, Waschmaschi­nen mit Mikro­plas­tik­fil­tern, Trock­n­er mit Wärmepumpen­tech­nolo­gie oder mod­u­lare Sys­teme, die leichter reparier­bar sind – die Vielfalt an Ansätzen war groß. Dazu kommt die Verknüp­fung von Nach­haltigkeit mit smarter Steuerung: Apps oder KI regeln den Betrieb so, dass Stromver­brauch reduziert und erneuer­bare Energien bess­er genutzt wer­den kön­nen. Auch The­men wie Kreis­laufwirtschaft, Recy­cling und Wiederver­wend­barkeit spiel­ten eine Rolle. Damit ver­schiebt sich die Per­spek­tive: Es geht nicht mehr nur um immer schnellere und leis­tungs­fähigere Geräte, son­dern um Tech­nik, die Ressourcen spart und aktiv zur Kli­mawende beiträgt.

Smart Home und Vernetzung

Der dritte große Trend war die immer engere Ver­net­zung der Geräte. Mit offe­nen Stan­dards wie Mat­ter oder Thread wird es zunehmend ein­fach­er, Pro­duk­te unter­schiedlich­er Her­steller zu kom­binieren und zen­tral zu steuern. Das Smart Home entwick­elt sich so von Insel­lö­sun­gen hin zu einem ganzheitlichen Sys­tem, in dem Heizung, Licht, Sicher­heit, Unter­hal­tung und sog­ar Energiev­er­sorgung zusam­men­spie­len. Auf der Messe zeigten Her­steller Robot­er, die selb­st­ständig Trep­pen steigen, Türschlöss­er, die sich per Smart­phone oder Gesicht­serken­nung öff­nen lassen, und intel­li­gente Dis­plays, die nicht nur unter­hal­ten, son­dern auch Rück­sicht auf die Augen nehmen. KI sorgt dabei für mehr Automa­tisierung, indem sie Muster erken­nt und Geräte eigen­ständig steuert. Für viele Besuch­er wurde klar: Das Smart Home wächst vom net­ten Extra zum alltäglichen Stan­dard – prak­tisch, ver­net­zt und zunehmend intu­itiv bedi­en­bar.

Beitrags­bild © IFA, https://www.ifa-berlin.com/de/galerien

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