Magazin für Kultur

Autor: Bernd Weinreich

Die Grüne Woche wird 100

Das großes Fest von Land­wirtschaft, Ernährung und Genuss.

Wenn sich im Jan­u­ar in Berlin wieder Landwirt:innen, Produzent:innen, Start-up-Gründer:innen, Politiker:innen und neugierige Genießer:innen tre­f­fen, ist wieder Grüne Woche. Seit 100 Jahren ist sie eine der weltweit wichtig­sten Messen für Ernährung, Land­wirtschaft und Garten­bau – und heute rel­e­van­ter denn je.

Jahr für Jahr insze­niert sich die Grüne Woche als großes Fest von Land­wirtschaft, Ernährung und Genuss. Wer durch die Hallen geht, begeg­net glück­lichen Kühen auf Hochglanz­plakat­en, regionalen Spezial­itäten und poli­tis­chen Nach­haltigkeitsver­sprechen.

Und sie hat Strahlkraft. Sie bringt Erzeuger, Ver­brauch­er und Poli­tik zusam­men, macht Land­wirtschaft sicht­bar und gibt kleineren Betrieben eine Bühne. Das ist wichtig. Es wäre jedoch unfair, die Messe allein auf Bratwurst, Bier und Folk­lore zu reduzieren. Gle­ichzeit­ig wirkt jedoch vieles wie ein Wohlfühlraum, in dem Kon­flik­te meist entschärft statt aus­ge­tra­gen wer­den.

Denn während auf den Podi­en über Tier­wohl, Kli­maschutz und nach­haltige Ernährung gesprochen wird, dominieren in den Hallen nach wie vor indus­trielle Struk­turen, Export­logik und Mar­ket­ing­botschaften großer Agrarkonz­erne. Die Grüne Woche verkauft Nähe zur Land­wirtschaft, blendet aber oft aus, wie hart der Preis­druck ist, wie tief die ökol­o­gis­chen Prob­leme reichen und wie eng die poli­tis­chen Hand­lungsspiel­räume tat­säch­lich sind.

Die Grüne Woche ist weniger ein Zukun­ft­sla­bor als ein Spiegel eines Sys­tems, das sich gerne als nach­haltig beze­ich­net, ohne kon­se­quent umzus­teuern. Genau deshalb bleibt sie rel­e­vant. Sie zeigt, wie groß der Wun­sch nach Verän­derung ist – und wie zäh deren Umset­zung ver­läuft.

Bei aller poli­tis­chen Aufladung sollte eines nicht vergessen wer­den: Die Grüne Woche ist in erster Lin­ie eine Ver­braucher­messe. Sie lädt dazu ein, Pro­duk­te ken­nen­zuler­nen, zu pro­bieren, ihre Herkun­ft zu ver­ste­hen und mit den Erzeugern ins Gespräch zu kom­men. Für viele Besucherin­nen und Besuch­er liegt genau darin der Reiz. Regionale Spezial­itäten, neue Trends in der Ernährung und per­sön­liche Begeg­nun­gen statt abstrak­ter Debat­ten. Diese Stärke macht die Messe seit Jahrzehn­ten erfol­gre­ich.

Gle­ichzeit­ig bleibt die Grüne Woche mehr als eine reine Leis­tungss­chau. Denn wer heute Lebens­mit­tel pro­duziert oder kon­sum­iert, tut dies nicht los­gelöst von Fra­gen nach Tier­wohl, Kli­maschutz, Preisen und glob­alen Abhängigkeit­en. Dass diese The­men auf der Grü­nen Woche präsent sind, ist daher kein Fremd­kör­p­er, son­dern Aus­druck gesellschaftlich­er Real­ität.

Kri­tisch wird es jedoch, wenn Anspruch und Wirk­lichkeit auseinan­der­fall­en. Zwis­chen nach­halti­gen Botschaften und indus­triellen Struk­turen entste­ht ein Span­nungs­feld, das oft nicht aufgelöst, son­dern überdeckt wird. Die poli­tis­chen Auftritte und Diskus­sion­srun­den erzeu­gen zwar Aufmerk­samkeit, lassen aber oft offen, welche konkreten Schritte fol­gen sollen. Auch die Proteste von Umwelt- und Tier­schut­zor­gan­i­sa­tio­nen gehören deshalb zum Gesamt­bild: Sie erin­nern daran, dass hin­ter vie­len Pro­duk­ten Zielkon­flik­te ste­hen, die sich nicht wegverkosten lassen.

Und doch liegt ger­ade in der Verbindung von Ver­braucher­messe und poli­tis­ch­er Bühne eine beson­dere Chance. Die Grüne Woche erre­icht Men­schen, die sich son­st kaum mit agrar­poli­tis­chen Debat­ten beschäfti­gen. Sie über­set­zt große The­men in konkrete Pro­duk­te, Geschicht­en und Begeg­nun­gen. Das kann Ver­ständ­nis schaf­fen – für die Her­aus­forderun­gen der Land­wirtschaft eben­so wie für die Erwartun­gen der Verbraucher:innen.

Ob die Grüne Woche kün­ftig mehr sein will als ein Ort des guten Gefühls, entschei­det sich jedoch jen­seits der Messe­hallen. Wenn Gespräche, Ein­drücke und Kri­tik in poli­tis­che Entschei­dun­gen und ver­lässliche Rah­menbe­din­gun­gen mün­den, kann aus dem Kon­sumer­leb­nis ein Impuls für Verän­derung wer­den. Als Ver­braucher­messe funk­tion­iert die Grüne Woche bere­its. Als Brücke zwis­chen Genuss und Ver­ant­wor­tung hat sie ihr Poten­zial jedoch noch nicht aus­geschöpft.

Es bleibt abzuwarten, welche Impulse die Grüne Woche im Jubiläum­s­jahr 2026 set­zt – und welch­es Faz­it sich ziehen lässt, wenn die Hallen wieder leer sind

Gründerzeit 1200

Wie das Mit­te­lal­ter unsere Städte erfand

Das Buch „Grün­derzeit 1200” von Gisela Graichen und Matthias Wemhoff richtet sich an geschichtsin­ter­essierte Leserin­nen und Leser, die mehr über die „urbane Rev­o­lu­tion” im Hochmit­te­lal­ter erfahren möcht­en. Zwis­chen 1150 und 1250 erlebte das Heilige Römis­che Reich einen regel­recht­en Städte­boom: Aus weniger als 200 städtis­chen Sied­lun­gen wur­den über 1.200.

Die Autoren zeigen, wie tech­nis­che Neuerun­gen, Han­del, Recht sowie Kli­ma- und Umwelt­fak­toren diese Entwick­lung prägten und bis heute nachwirken.Es wird der Ein­fluss kirch­lich­er und religiös­er Entwick­lun­gen hin­ter­fragt, tech­nis­che und kom­merzielle Neuerun­gen bew­ertet und die Entwick­lung des Rechts am Beispiel des Sach­sen­spiegels und des Magde­burg­er Stadtrechts beschrieben.

Beson­ders ein­drucksvoll ist dabei der Blick auf die Wech­sel­wirkung zwis­chen Kli­mawan­del und Stad­ten­twick­lung. Das soge­nan­nte „Mit­te­lal­ter­liche Kli­maop­ti­mum“ brachte wärmere Tem­per­a­turen, bessere Ern­ten und eine wach­sende Bevölkerung mit sich – ide­ale Bedin­gun­gen für Städte­grün­dun­gen. Gle­ichzeit­ig ver­schärften sich jedoch die Umwelt­prob­leme: Holz wurde zur Man­gel­ware und Böden sowie Wälder lit­ten unter Raub­bau. Die Städte führten Regelun­gen wie Ban­n­forste oder Pflanzpflicht­en ein. Die Strafen für Holzdieb­stahl waren drakonisch: „Wer Bäume mit ver­w­ert­baren Frücht­en wie Bucheck­ern fällte, dem dro­hte das Hand­ab­schla­gen“. Oder: “Das Erzbis­tum Freiburg bes­timmte Anfang des 13. Jahrhun­derts, wer eine Eiche köpfte, sollte selb­st den Kopf ver­lieren, wer bei ihrer Entrindung zur Gewin­nung von Gerb­säure erwis­cht wurde, bekam die Gedärme aus dem Leib gezo­gen.”. Somit wird deut­lich, dass ver­füg­bare Ressourcen und Nach­haltigkeit bere­its im Mit­te­lal­ter zen­trale Fra­gen waren.

Neben großen Lin­ien – etwa der Hanse als „heim­liche Groß­macht“ – beleuchtet das Buch auch soziale Aspek­te. So kon­nten Frauen im 13. Jahrhun­dert in bes­timmten Berufen eine Lehre machen, Zün­fte grün­den oder die Geschäfte ihrer Män­ner fort­führen. Anschauliche Exkurse – von Grön­land-Sagen bis zu den gescheit­erten Stadt­plä­nen Karls des Großen – machen die Lek­türe lebendig und unterhaltsam.Gründerzeit 1200” ist ein span­nen­des und ver­ständlich geschriebenes Sach­buch für ein bre­ites Pub­likum – ide­al für Geschichtsin­ter­essierte, Lehrende oder alle, die ver­ste­hen wollen, wie unsere Städte ent­standen sind. Die erfahrene Wis­senschaft­sjour­nal­istin Graichen und der Archäologe und Muse­ums­di­rek­tor Wemhoff verbinden fundiertes Wis­sen mit erzäh­lerischem Gespür. So entste­ht eine pop­ulär­wis­senschaftliche Darstel­lung, die weit über trock­ene Sozialgeschichte hin­aus­ge­ht und Geschichte lebendig und all­ge­mein ver­ständlich macht.

Gisela Graichen, Matthias Wemhoff: Grün­derzeit 1200. Wie das Mit­te­lal­ter unsere Städte erfand. Propy­läen Ver­lag 2024, 464 Seit­en, 29 €, ISBN 978–3‑549–10065‑3

IFA — 5. bis 9. September 2025

Die IFA 2025 verdeut­lichte die aktuellen Schw­er­punk­te der Unter­hal­tungse­lek­tron­ik: Kün­stliche Intel­li­genz wird zunehmend in All­t­ags­geräte inte­gri­ert, Nach­haltigkeit und Energieef­fizienz rück­en stärk­er in den Vorder­grund, und die Ver­net­zung im Smart Home schre­it­et weit­er voran. Viele gezeigte Pro­duk­te knüpfen an beste­hende Entwick­lun­gen an, set­zen aber auf verbesserte Bedi­en­barkeit und opti­mierte Funk­tio­nen. Damit bestätigt die Messe ihre Rolle als inter­na­tionaler Branchen­tr­e­ff­punkt und Gradmess­er für tech­nol­o­gis­che Trends.

Künstliche Intelligenz im Alltag

Die IFA 2025 stand ganz im Zeichen der KI. Ob Fernse­her, Kühlschränke, Waschmaschi­nen oder Smart­phones – nahezu jedes Gerät war mit intel­li­gen­ter Soft­ware aus­ges­tat­tet, die das Leben ein­fach­er, effizien­ter und per­sön­lich­er machen soll. KI übern­immt dabei nicht nur die Rolle ein­er Bedi­en­hil­fe, son­dern entwick­elt sich zum aktiv­en Assis­ten­ten: Sie erken­nt Gewohn­heit­en, passt Energie­ver­brauch automa­tisch an, gibt Empfehlun­gen und inte­gri­ert sich naht­los in den All­t­ag. Beson­ders im Smart Home zeigt sich die Kraft dieser Tech­nolo­gie: Sys­teme steuern Licht, Heizung, Sicher­heit oder Unter­hal­tung nach Bedarf, und das auf Basis ler­nen­der Algo­rith­men. Auch im Enter­tain­ment­bere­ich wird KI wichtiger – von Bil­dop­ti­mierung bis zur indi­vidu­ellen Con­tent-Empfehlung. Die Messe machte deut­lich: KI wird zur Grund­vo­raus­set­zung mod­ern­er Geräte, ähn­lich selb­stver­ständlich wie Inter­ne­tan­schlüsse vor 20 Jahren.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Ein zweit­er Schw­er­punkt war die Frage, wie Tech­nik nach­haltiger wer­den kann. Viele Her­steller präsen­tierten Lösun­gen, die den Energie­ver­brauch senken, Mate­ri­alien scho­nen und die Lebens­dauer von Geräten ver­längern sollen. Kühlschränke, die den Verderb von Lebens­mit­teln verzögern, Waschmaschi­nen mit Mikro­plas­tik­fil­tern, Trock­n­er mit Wärmepumpen­tech­nolo­gie oder mod­u­lare Sys­teme, die leichter reparier­bar sind – die Vielfalt an Ansätzen war groß. Dazu kommt die Verknüp­fung von Nach­haltigkeit mit smarter Steuerung: Apps oder KI regeln den Betrieb so, dass Stromver­brauch reduziert und erneuer­bare Energien bess­er genutzt wer­den kön­nen. Auch The­men wie Kreis­laufwirtschaft, Recy­cling und Wiederver­wend­barkeit spiel­ten eine Rolle. Damit ver­schiebt sich die Per­spek­tive: Es geht nicht mehr nur um immer schnellere und leis­tungs­fähigere Geräte, son­dern um Tech­nik, die Ressourcen spart und aktiv zur Kli­mawende beiträgt.

Smart Home und Vernetzung

Der dritte große Trend war die immer engere Ver­net­zung der Geräte. Mit offe­nen Stan­dards wie Mat­ter oder Thread wird es zunehmend ein­fach­er, Pro­duk­te unter­schiedlich­er Her­steller zu kom­binieren und zen­tral zu steuern. Das Smart Home entwick­elt sich so von Insel­lö­sun­gen hin zu einem ganzheitlichen Sys­tem, in dem Heizung, Licht, Sicher­heit, Unter­hal­tung und sog­ar Energiev­er­sorgung zusam­men­spie­len. Auf der Messe zeigten Her­steller Robot­er, die selb­st­ständig Trep­pen steigen, Türschlöss­er, die sich per Smart­phone oder Gesicht­serken­nung öff­nen lassen, und intel­li­gente Dis­plays, die nicht nur unter­hal­ten, son­dern auch Rück­sicht auf die Augen nehmen. KI sorgt dabei für mehr Automa­tisierung, indem sie Muster erken­nt und Geräte eigen­ständig steuert. Für viele Besuch­er wurde klar: Das Smart Home wächst vom net­ten Extra zum alltäglichen Stan­dard – prak­tisch, ver­net­zt und zunehmend intu­itiv bedi­en­bar.

Beitrags­bild © IFA, https://www.ifa-berlin.com/de/galerien

Mit offenem Blick. Der Impressionist Pissarro — 14. Juli bis 28. September 2025

Die Ausstel­lung zeigt 125 Werke von 70 Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern, darunter neben zwölf Gemälden Wass­i­ly Kandin­skys Arbeit­en von Josef Albers, Sonia Delau­nay, Bar­bara Hep­worth, El Lis­sitzky, Agnes Mar­tin, Piet Mon­dri­an, Brid­get Riley, Frank Stel­la und Vic­tor Vasare­ly.

Die Eisen­bahn­brücke bei Pon­toise, 1873

Camille Pis­saro

Fäden des Lebens am Nil — 11. April bis 2. November 2025

Eine Son­der­präsen­ta­tion des Ägyp­tis­chen Muse­ums und Papyrus­samm­lung – Staatliche Museen zu Berlin in Koop­er­a­tion mit dem Ram­ses Wis­sa Wassef Art Cen­ter in Kairo

In der James-Simon-Galerie zeigt das Ägyp­tis­che Muse­um und Papyrus­samm­lung ab 11.04.2025 eine Son­der­ausstel­lung mit den far­ben­prächti­gen Bildtep­pichen und Batiken des welt­berühmten Wis­sa Wassef Art Cen­ter aus Kairo.

Der Ein­tritt in die Ausstel­lung ist kosten­frei.

Eröff­nung: Don­ner­stag, 10. April 2025, 19 Uhr

ITB — 6. bis 8. März 2025

Die ITB Berlin 2025 war ein großer Erfolg. Die Ver­anstal­tung verze­ich­nete 100.000 Teil­nehmer aus über 170 Län­dern, wobei 87 % der Besuch­er inter­na­tion­al waren. Ins­ge­samt präsen­tierten 5.800 Unternehmen aus 170 Län­dern ihre Pro­duk­te und Dien­stleis­tun­gen in den voll­ständig aus­ge­bucht­en Messe­hallen in Berlin.

Gute Stimmung

Die Messe spiegelte die Wider­stands­fähigkeit, Anpas­sungs­fähigkeit und Inno­va­tion­skraft der Branche wider, mit einem beson­deren Fokus auf Nach­haltigkeit, dig­i­tale Trans­for­ma­tion und den Ein­satz von Kün­stlich­er Intel­li­genz. Die pos­i­tive Stim­mung auf der ITB Berlin 2025 deutet auf einen opti­mistis­chen Aus­blick für die Reise­branche im Jahr 2025 hin.

Darüber hin­aus wurde die Ein­führung der neuen und inno­v­a­tiv­en Meet & Match-Plat­tform auf der ITB Berlin her­vorge­hoben, die eine Schlüs­sel­rolle bei der Förderung des inter­na­tionalen Dialogs spielte: Sie erle­ichterte das Net­work­ing im Vor­feld der Ver­anstal­tung und half dabei, über 80.000 rel­e­vante Geschäft­skon­tak­te zu knüpfen.

Die ITB Berlin 2025 war somit nicht nur ein Indika­tor für die Erhol­ung der Reise­branche, son­dern auch ein Beweis für ihre Fähigkeit, sich an neue Her­aus­forderun­gen anzu­passen und inno­v­a­tive Lösun­gen zu präsen­tieren.

Partnerland Albanien

Als Part­ner­land der ITB Berlin 2025 war Alban­ien sehr zufrieden mit sein­er Teil­nahme. Die Eröff­nung der Messe am 3. März 2025 durch den alban­is­chen Pre­mier­min­is­ter Edi Rama bot eine beein­druck­ende kul­turelle Dar­bi­etung, die die reiche Geschichte und Tra­di­tio­nen des Lan­des her­vorhob. Diese Präsen­ta­tion ermöglichte es Alban­ien, seine touris­tis­chen Attrak­tio­nen einem glob­alen Pub­likum vorzustellen und seine Posi­tion als auf­streben­des Reiseziel zu stärken.

Während der ITB präsen­tierte Alban­ien seine Pläne für das Wach­s­tum und die Entwick­lung des Touris­mussek­tors, wobei der Schw­er­punkt auf dem Aus­bau der Infra­struk­tur und der Förderung eines nach­halti­gen Touris­mus lag. Diese Ini­tia­tiv­en wur­den pos­i­tiv aufgenom­men und unter­stre­ichen das Engage­ment des Lan­des, seine touris­tis­che Attrak­tiv­ität weit­er zu steigern.

Ins­ge­samt nutzte Alban­ien die Plat­tform der ITB Berlin 2025 effek­tiv, um seine kul­turellen und natür­lichen Reichtümer zu präsen­tieren, was zu ein­er erhöht­en inter­na­tionalen Aufmerk­samkeit führte und das Land als attrak­tives Reiseziel posi­tion­ierte.

Beitrags­bild © Min­istry of Tourism and Envi­ron­ment of Alba­nia

Kosmos Blauer Reiter — 15. Februar bis 18. Mai 2025

Ruhende Pferde

Franz Marc (1880–1916)

Von Wass­i­ly Kandin­sky und Franz Marc 1911 gegrün­det, beze­ich­net der “Blaue Reit­er” eine lose Kün­st­lerge­mein­schaft, die in ihren Werken neue und unkon­ven­tionelle schöpferische Poten­ziale erschloss und so zu einem Weg­bere­it­er der mod­er­nen Kun­st wurde.

Kandin­sky schrieb rück­blick­end: “In Wirk­lichkeit gab es nie eine Vere­ini­gung ‘Der Blaue Reit­er’, auch keine ‘Gruppe’, wie es oft irrtüm­lich beschrieben wird. Marc und ich nah­men das, was uns richtig erschien, […] ohne sich um irgendwelche Mei­n­un­gen oder Wün­sche zu küm­mern.“1

Zu der Kün­st­lerge­mein­schaft gesell­ten sich bald bedeu­tende Kün­stler wie Ernst Lud­wig Kirch­n­er, Paul Klee, Oskar Kokosch­ka und August Macke. Ihre Werke kön­nen vom 15. Feb­ru­ar bis 18. Mai 2025 in der Ausstel­lung “Kos­mos Blauer Reit­er” im Berlin­er Kupfer­stichk­abi­nett besichtigt wer­den.

  1. Wass­i­ly Kandin­sky: Franz Marc im Urteil sein­er Zeit, Köln 1960, S. 49. In: Nor­bert Göt­tler: Der Blaue Reit­er, S. 8 ↩︎

Kosmos Kandinsky — 15. Februar bis 18. Mai 2025

Die Ausstel­lung zeigt 125 Werke von 70 Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern, darunter neben zwölf Gemälden Wass­i­ly Kandin­skys Arbeit­en von Josef Albers, Sonia Delau­nay, Bar­bara Hep­worth, El Lis­sitzky, Agnes Mar­tin, Piet Mon­dri­an, Brid­get Riley, Frank Stel­la und Vic­tor Vasare­ly.

Die Ausstellung “Kosmos Kandinsky

Die Entwick­lung der geometrischen Abstrak­tion im 20. Jahrhun­dert” ist vom 15. Feb­ru­ar bis 18. Mai 2025 im Muse­um Bar­beri­ni in Pots­dam zu sehen. Ins­ge­samt wer­den 125 Werke von über 70 Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern gezeigt. Im Mit­telpunkt ste­ht Wass­i­ly Kandin­sky, dessen Werk die Entwick­lung der geometrischen Abstrak­tion maßge­blich bee­in­flusste.

Die Ausstel­lung zeigt, wie Kün­st­lerin­nen und Kün­stler, inspiri­ert von wis­senschaftlichen Fortschrit­ten und The­o­rien der vierten Dimen­sion, ihr Ver­ständ­nis von Raum und Zeit erweit­erten. Durch geometrische For­men in unbes­timmten Räu­men ver­sucht­en sie, kos­mis­che The­men und spir­ituelle Ebe­nen darzustellen. Kandin­sky legte mit sein­er Schrift Punkt und Lin­ie zur Fläche” die the­o­retis­chen Grund­la­gen für diese Kun­strich­tung.

Neben Kandin­sky sind unter anderem Josef Albers, Sonia Delau­nay, Bar­bara Hep­worth, El Lis­sitzky, Agnes Mar­tin, Piet Mon­dri­an, Brid­get Riley, Frank Stel­la und Vic­tor Vasare­ly vertreten. Die Werke stam­men aus über 30 inter­na­tionalen Samm­lun­gen, darunter die Cour­tauld Gallery in Lon­don, das Whit­ney Muse­um of Amer­i­can Art und das Solomon R. Guggen­heim Muse­um.

Die Ausstel­lung zeigt die Entwick­lung der geometrischen Abstrak­tion von den Anfän­gen bei Kandin­sky bis zu den späten Ein­flüssen der Op-Art der 1960er Jahre. Sie bietet einen umfassenden Ein­blick in die dynamis­che Entwick­lung dieser Kun­strich­tung und ihren gesellschaftlichen Kon­text.
Ins­ge­samt ver­mit­telt die Ausstel­lung einen umfassenden Ein­blick in die Entwick­lung der geometrischen Abstrak­tion. Sie ist anspruchsvoll und lädt zur inten­siv­en Auseinan­der­set­zung mit den gezeigten Werken ein.

Ein schön­er Zufall, dass am 27.02.2025 im Kupfer­stichk­abi­nett am Berlin­er Kul­tur­fo­rum die Ausstel­lung „Kos­mos Blauer Reit­er. Von Kan­dyn­s­ki bis Camp­en­donk” gezeigt wird. Man darf ges­pan­nt sein.

Impressionismus ab September 2020

© 2026 kunstundmedien

Theme von Anders NorénHoch ↑