Eine Agentengeschichte mit sehr realem Hintergrund

Dieser Roman fasziniert – nicht nur weil er voller Dramatik und unerwarteter Wendungen ist und darüber hinaus sehr treffend Orte und Personen der NS-Zeit sowie der unmittelbaren Nachkriegszeit beschreibt, sondern vor allem weil er reale zeithistorische Abläufe und das Agieren prägender Persönlichkeiten in die Romanhandlung einfließen lässt. Beglaubigt von einem Historiker des BNDs und belegt…

Ein Symbol der 1920er Jahre in Berlin: Das Haus Vaterland

Es ist schon erstaunlich, dass ein Gebäudekomplex, der so sehr für die „Goldenen Zwanziger Jahre“ in Berlin steht, aber auch im weiteren Verlauf der Zeitgeschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, der NS-Diktatur und der Nachkriegszeit alle dramatischen Ereignisse spiegelte, erst jetzt in einer sehr lesenswerten Monographie gewürdigt wird. Es gab Erinnerungsbände, in denen das…

Modezentrum Berlin

Berlin wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer Fashion Metropole. Junge Unternehmer – zu einem großen Teil jüdischer Herkunft – siedelten sich ab 1836 im Zentrum Berlins am Hausvogteiplatz und in der Mohrenstraße an. Mit völlig neuartigen Schnitten und innovativen Produktionstechniken läutete sie eine Wende in der Modebranche ein. Korsett war gestern, Konfektionsmode heute Einen…

Im Gespräch mit György Konrád

György Konrád schreibt im Vorwort seines neu erschienenen Werkes: „Ich mag Bücher, bei denen man nach jedem Satz eine Pause einlegen muss.“ Unter dem Titel „Gästebuch. Nachsinnen über die Freiheit“ ist es im Suhrkamp-Verlag erschienen. Wer Konráds Anspruch teilt, muss dieses Buch mögen. An diesem Mittwoch stellte der Autor es im Max-Liebermann-Haus vor. Zur Einführung sinnierte…