Yayoi Kusama – Die erste umfassende Ausstellung einer Ausnahmekünstlerin

Retrospektive „A Bouquet of Love I Saw in the Universe“ Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlerinnen der Gegenwart. Im Gropius Bau in Berlin wird die erste umfassende Retrospektive in Deutschland gezeigt. Im April öffnete ihre bisher komplexeste Ausstellung, die bis zum 15. August 2021 dauern soll und eine große Übersichtsschau über das wegweisende…

Zeugen der Zeitgeschichte in Potsdam-Babelsberg: die Villen am Griebnitzsee

Ab 1903 entstand im Potsdamer Stadtteil Neu-Babelsberg direkt am Griebnitzsee eine Villenkolonie. Hier wirkten bekannten Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe und Alfred Grenander, hier lebten einflussreichen Bankiers wie Jakob Goldschmidt und Franz Urbig, mit der Ansiedlung der Ufa-Filmstudios im Süden der Villenkolonie bekannte Filmstars, schließlich waren hier die Teilnehmer der Potsdamer Konferenz im…

Ein Symbol der 1920er Jahre in Berlin: Das Haus Vaterland

Es ist schon erstaunlich, dass ein Gebäudekomplex, der so sehr für die „Goldenen Zwanziger Jahre“ in Berlin steht, aber auch im weiteren Verlauf der Zeitgeschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, der NS-Diktatur und der Nachkriegszeit alle dramatischen Ereignisse spiegelte, erst jetzt in einer sehr lesenswerten Monographie gewürdigt wird. Es gab Erinnerungsbände, in denen das…

Berliner Bauten der Weimarer Republik

Kultur und Tourismus leiden sehr unter der Pandemie und den hilflosen Versuchen der Regierung zur Eindämmung. Der Autor dieses Buches, Arne Krasting, hat seit 2001 mit der Agentur Zeitreisen und den Schwerpunkten Geschichtstourismus und History Marketing viel für Tourismus auf hohem Niveau geleistet. Jetzt hat er die Not zur Tugend gemacht, da Führungen und Veranstaltungen…

Das Gartenzimmer

Diese fiktive Geschichte rund um ein Sommerhaus im Berliner Grunewald vermittelt die Tragik und Faszination eines alten Hauses von herausragender Architektur. Mit seinen Verästelungen der familiären Bezüge und von der Psychologie der handelnden Personen her leistet die Geschichte eine atmosphärisch herausragende Schilderung Berlins zu verschiedenen Zeiten: 1908, 1914, 1934 und 2001. Schön wäre es gewesen,…

Berlin – Anfänge einer Großstadt

Die von Hans Ostwald zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausgegebenen Großstadt-Dokumente fangen die Polyphonie einer Großstadt im Werden ein. Man kann eine Stadt erleben, die im Aufbruch ist und die sich vor den Augen des Lesers in mannigfaltigen Facetten immer wieder neu erfindet. Die von Ostwald zunächst geplanten zwanzig Bände wuchsen schnell auf fünfzig an….

Neue Ausstellung im Bröhan Museum

„‘Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze.‘ Hans Baluschek zum 150. Geburtstag“ Hans Baluschek war scharfer Beobachter, brillanter Künstler und engagierter Chronist seiner Zeit. Schon früh konfrontierte der 1870 geborene Maler, Grafiker und Illustrator das Publikum mit ungewohnt realistischen Darstellungen des Berliner Lebens. Ihn interessierten die Folgen der Industrialisierung, die Lebensumstände des Proletariats, Armut, Hunger und…

Auch heute ist Heine noch um den Schlaf gebracht

Der Todestag eines Menschen ist ein geeigneter Tag, sich zu fragen, was die jeweilige Person gerade macht. Heute ist der Todestag Heinrich Heines. Und wenn man wissen wollte, wie es Heine geht, konnte man ihn einfach hinter dem Kastanienwäldchen an der Humboldt-Universität in Berlin besuchen. Das war ein pittoreskes Fleckchen. Abgesondert von den Touristenströmen, die…

Berlins Geisterstätten

Seit vielen Jahren dokumentiert Arno Specht die Geisterstätten Berlins. Der erste Band der Berliner Geisterstätten erschien 2010. Sein neues Buch ist eine Reise durch die Zeit. Es zeigt den früheren Zustand mittlerweile legendärer Lost Places wie der American Field Station auf dem Teufelsberg und das ehemalige Freizeitbad Blub, erzählt in knapper Form, was aus ihnen…

„Berlin ist aus dem Kahn gebaut“

Die Stadtgeschichte Berlins in Bildern – in diesem Bildband von Joachim Winde dokumentieren historische Fotografien, wie Berlin seine städtebauliche Expansion logistisch meisterte. Denn die Tatsache, dass Berlin als königliche Residenzstadt insbesondere ab 1861 massiv expandierte, bedeutet vor allem eins: dass Unmengen an Baumaterialien herangeschafft werden mussten. Bevor die Eisenbahn eine Rolle als Gütertransportmittel übernehmen konnte,…