Ausstellungstipp – Johann Gottfried Schadow

In der aktuellen Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie „Johann Gottfried Schadow. Berührende Formen“ (vom 21. Oktober 2022 – 19. Februar 2023) steht die sogenannte Prinzessinnengruppe, das lebensgroße Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen, im Mittelpunkt. Es ist das Hauptwerk von Johann Gottfried Schadows (1764–1850), dem Begründer der Berliner Bildhauer*innenschule.Als erstes Standbild zweier weiblicher…

Eine Villa mit großer Ausstrahlungskraft

Die Autorin dieses besonderen Buches ist Professorin an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und verwandt mit der im Buch porträtierten Familie Grüngard, die bis zu ihrer Auswanderung nach Palästina 1934 in der Freiherr-vom-Stein-Str. 13 in Berlin-Schöneberg ein stattliches Haus besaß. Nach intensiven Recherchen in Archiven kann die Autorin die faszinierende Geschichte einer Familie…

„Lost & Dark Places: Berlin & Brandenburg“

Dieser Lost Places Führer unterscheidet sich von ähnlichen Titeln anderer Verlage mehrfach: er ist Teil einer deutschlandweiten Reihe und die Autorinnen verderben nicht eifersüchtig anderen, die diese Orte erkunden möchten, den Spaß, indem sie den Zugang verschweigen. Vielmehr werden exakte Hinweis zum Aufspüren dieser Orte gegeben. Sicher, es sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen (die Autorinnen weisen…

„Chausseestraße – Berliner Geschichte im Brennglas“

Die Chausseestraße in Berlin-Mitte gehört zu den geschichtsträchtigsten Straßen Berlins. Es erstaunt, dass erst jetzt eine Monografie dieser vom Ende der Friedrichstraße nach Norden bis nach Wedding reichenden Straße vorgelegt wird. Der Journalist Holger Schmale beschreibt sie höchst informativ und abwechslungsreich, macht ihre Bedeutung in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Berlins bewusst. Er zeigt die noch…

„Berliner Gräber, die es in sich haben“

Dieser neue Berliner Friedhofführer regt an zum Besuch besonderer Gräber, sei es von der Gestaltung oder von der Bedeutung der dort Bestatteten her gesehen. Herausragende Farbfotos geben die Stimmung einiger der rund 200 Berliner Friedhöfe wieder, profunde Texte vermitteln Lebensbilder Berliner Persönlichkeiten. Das Buch legt somit nicht eine Übersicht der Berliner Friedhöfe vor, auch wird…

Porträt eines Berliner Kiezes

Der Autor dieses materialreichen Buches hat ausgelöst vom langwierigen Restitutionsprozess die Geschichte der Gründerfamilie eines Stadtteils im Osten Berlins erforscht. Max Koch, der Urgroßvater des Verfassers, ließ Ende des 19. Jahrhundert das Viertel um den Rudolfplatz erbauen, ein zwischen dem späteren Osthafen und dem Bahngleisen um die Warschauer Brücke gelegenes Gebiet. Es ist eng mit…

Aktuelle Reiseführer zur Industriekultur in Berlin

Das Berliner Zentrum für Industriekultur hat die ersten beiden Bände einer Reihe von vorbildlichen Reiseführern zu wichtigen Bauten der Berliner Industriekultur herausgebracht. Profunde Objektbeschreibungen, aktuelle und historische Fotos, weiterführende Literaturhinweise und Orientierungskartenausschnitte und schließlich eine beigefügte Radkarte mit weiteren Erläuterungen. Lediglich die nur in wenigen Sätzen unterschiedlichen Einleitungstexte in beiden Bänden sind redundant. Unter allen…

Entdeckungen in Berlin

Selbst für Berlin-Kenner gibt es in dem Buch „Verborgenes Berlin“ vieles zu entdecken. Der Verleger Thomas Jonglez, er veröffentlichte schon 60 Reiseführer, darunter zehn auf Deutsch, ist wie die drei Autoren dieses Reiseführers nicht in Berlin aufgewachsen. Es zeigt sich, dass der Blick von außen den Zugang zu Berlins Besonderheiten erleichtert. 200 besondere Orte werden…

Einladung zur Wiederentdeckung

Die aktuelle Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie „Magische Spiegelungen – Johann Erdmann Hummel“ ist einem bis heute wenig populären Maler gewidmet. Von Johann Erdmann Hummel (1769 – 1852), einem Vorläufer der Hyperrealisten und Professor für Perspektive an der Berliner Akademie der Künste, ist vor allem „Die Granitschale im Berliner Lustgarten“ bekannt. Diese noch heute vor…

„Happy in Berlin?“

Englische Autor*innen berichten aus den 1920er und 30er Jahren in Berlin Dieser zweisprachige und reich bebilderte Begleitband zu einer gleichnamigen Ausstellung im Literaturhaus Berlin geht den vielfältigen Spuren zahlreicher Autor*innen nach, die in Briefen, Romanen, Memoiren, Reiseführern und Tagebüchern aus Berlin berichteten. Vor allem Christopher Isherwood ist weltweit für seine Berlin-Bücher bekannt, die als Vorlage…