{"id":2209,"date":"2026-09-18T13:00:47","date_gmt":"2026-09-18T12:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstundmedien.de\/?p=2209"},"modified":"2026-09-18T13:00:47","modified_gmt":"2026-09-18T12:00:47","slug":"ifa-2026-ein-fazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstundmedien.de\/index.php\/2026\/09\/18\/ifa-2026-ein-fazit\/","title":{"rendered":"IFA 2026 ein Fazit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Wenn die Zukun\u00adft aussieht wie ein Media\u00adMarkt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Die IFA ist zu Ende. Mit rund 2.000 Ausstellern und mehr als 220.000 Besuch\u00adern ist klar, dass die Berlin\u00ader Tech\u00adnikmesse nach wie vor \u00e4u\u00dferst attrak\u00adtiv ist. Und doch bleibt nach mehreren Mes\u00adse\u00adta\u00adgen ein merk\u00adw\u00fcrdi\u00adger Ein\u00addruck zur\u00fcck: Wo endet die Tech\u00adnolo\u00adgiemesse und wo begin\u00adnt der gr\u00f6\u00dfte Media\u00adMarkt der Welt?<br>Nat\u00fcr\u00adlich gibt es sie noch, die gro\u00dfen Marken. Sam\u00adsung, LG, Bosch, Miele und andere pr\u00e4sen\u00adtieren aufwendi\u00adge Erleb\u00adniswel\u00adten, in denen Pro\u00adduk\u00adte Teil ein\u00ader per\u00adfekt insze\u00adnierten Marken\u00adwelt wer\u00adden. Dazwis\u00adchen ste\u00adhen jedoch unz\u00e4h\u00adlige Aussteller mit Fernse\u00adhern, Kopfh\u00f6r\u00adern, Staub\u00adsaugern, K\u00fcchenger\u00e4ten, Smart\u00adphones und aller\u00adlei Gad\u00adgets. Vieles davon ist inter\u00ades\u00adsant und manch\u00ades beein\u00addruck\u00adend, aber erstaunlich wenig wirkt wirk\u00adlich \u00fcber\u00adraschend.<br>Auch die k\u00fcn\u00adstliche Intel\u00adli\u00adgenz ist auf der IFA inzwis\u00adchen all\u00adge\u00adgen\u00adw\u00e4r\u00adtig. Kaum ein Ger\u00e4t kommt ohne das Etikett \u201eAI\u201c aus. Dabei ist die Tech\u00adnolo\u00adgie keineswegs neu. Neu ist vielmehr, dass immer leis\u00adtungs\u00adf\u00e4higere Prozes\u00adsoren, gr\u00f6\u00dfere Spe\u00adich\u00ader und aus\u00adge\u00adfeil\u00adtere Algo\u00adrith\u00admen es erm\u00f6glichen, Ver\u00adfahren, die lange Spezialan\u00adwen\u00addun\u00adgen vor\u00adbe\u00adhal\u00adten waren, in immer mehr All\u00adt\u00adags\u00adger\u00e4te zu inte\u00adgri\u00aderen. Die eigentliche Rev\u00ado\u00adlu\u00adtion ist also weniger die Erfind\u00adung neuer Intel\u00adli\u00adgenz als deren Indus\u00adtri\u00adal\u00adisierung.<br>Genau darin liegt die Botschaft dieser IFA. Sie zeigt weniger die spek\u00adtakul\u00e4re Zukun\u00adft als den Moment, in dem tech\u00adnis\u00adche Entwick\u00adlun\u00adgen zur Ware wer\u00adden. Beson\u00adders auf\u00adf\u00e4l\u00adlig ist dabei der Auf\u00adstieg chi\u00adne\u00adsis\u00adch\u00ader Her\u00adsteller, die mit riesi\u00adgen St\u00e4n\u00adden und ein\u00ader enor\u00admen Pro\u00adduk\u00adt\u00adpalette inzwis\u00adchen selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst neben den etablierten europ\u00e4is\u00adchen, kore\u00adanis\u00adchen und japanis\u00adchen Marken auftreten.<br>Die IFA ist deshalb keineswegs \u00fcber\u00adfl\u00fcs\u00adsig. Im Gegen\u00adteil: Sie ist ein ziem\u00adlich pr\u00e4zis\u00ades Abbild eines sich ver\u00e4n\u00addern\u00adden Welt\u00admark\u00adtes. Nur hat sich ihre Funk\u00adtion ver\u00e4n\u00addert. Vielle\u00adicht wird die Zukun\u00adft hier nicht mehr erfun\u00adden.<br>Vielle\u00adicht \u00e4hnelt sie inzwis\u00adchen ein\u00adfach einem sehr gro\u00dfen Media\u00adMarkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Zukun\u00adft aussieht wie ein Media\u00adMarkt Die IFA ist zu Ende. Mit rund 2.000 Ausstellern und mehr als 220.000 Besuch\u00adern ist klar, dass die Berlin\u00ader Tech\u00adnikmesse nach wie vor \u00e4u\u00dferst attrak\u00adtiv ist. 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