„Happy in Berlin?“

Englische Autor*innen berichten aus den 1920er und 30er Jahren in Berlin Dieser zweisprachige und reich bebilderte Begleitband zu einer gleichnamigen Ausstellung im Literaturhaus Berlin geht den vielfältigen Spuren zahlreicher Autor*innen nach, die in Briefen, Romanen, Memoiren, Reiseführern und Tagebüchern aus Berlin berichteten. Vor allem Christopher Isherwood ist weltweit für seine Berlin-Bücher bekannt, die als Vorlage…

Eine Würdigung der Vergessenen der Kulturgeschichte

In diesem spannenden Roman von Jana Revedin begegnen dem Leser viele Unbekannte oder Vergessene der Kulturgeschichte. Eugenia Errázuriz, die einflussreiche Kunstmäzenin der Pariser Moderne, hat die Karrieren von Coco Chanel, Pablo Picasso, Blaise Cendrars und den jungen jüdischen Innenarchitekten Jean-Michel Frank gefördert. Auf einer Reise in ihre Heimat nach Patagonien Ende der 1930er Jahre begegnet…

Eine Agentengeschichte mit sehr realem Hintergrund

Dieser Roman fasziniert – nicht nur weil er voller Dramatik und unerwarteter Wendungen ist und darüber hinaus sehr treffend Orte und Personen der NS-Zeit sowie der unmittelbaren Nachkriegszeit beschreibt, sondern vor allem weil er reale zeithistorische Abläufe und das Agieren prägender Persönlichkeiten in die Romanhandlung einfließen lässt. Beglaubigt von einem Historiker des BNDs und belegt…

Ferdinand Hodler und die Berliner Moderne

Der Weg in die Berlinische Galerie in Berlin-Kreuzberg lohnt sich für diese Sonderausstellung im besonderem Maße. Nach fast 40 Jahren werden wieder Werke des herausragenden Schweizer Künstlers Ferdinand Hodler, einem der Wegbereiter der Moderne, in Berlin gezeigt. In einer großen Hodler-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie 1983 wurde ein Werksüberblick geleistet. Erstaunlicherweise wird mit der Ausstellung…

Eine spannende Familienchronik: Wellenflug

Dieser Roman erzählt das Leben einer jüdischen Familie in Deutschland, beginnend mit der Gründung von Webereien und Spinnereien im 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort, „dass es sich um „einen Roman (handelt), dem reale Figuren und Ereignisse zugrunde liegen… Sämtliche Briefe, Dokumente und Zeitungsartikel sind Fundstücke von…

Zeitgeschichte als Familiengeschichte: das Leben von Artur und Maria Brauner

Alice Brauner hat mit diesem sehr lesenswerten Buch ihren Eltern ein literarisches Denkmal gesetzt, das sich zudem spannend liest. Für diese Familienbiographie griff Alice Brauner nicht nur auf ihre sehr persönliche Erinnerungen und Gespräche mit ihren Eltern zurück – eine wichtige, im Buch auch häufig zitierte Quelle ist das Tagebuch ihres Großvaters voller eindrücklicher Schilderungen…

Berlin – Anfänge einer Großstadt

Die von Hans Ostwald zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausgegebenen Großstadt-Dokumente fangen die Polyphonie einer Großstadt im Werden ein. Man kann eine Stadt erleben, die im Aufbruch ist und die sich vor den Augen des Lesers in mannigfaltigen Facetten immer wieder neu erfindet. Die von Ostwald zunächst geplanten zwanzig Bände wuchsen schnell auf fünfzig an….

Im Zeichen internationaler Wiederentdeckung: Belgischer Symbolismus

Dieses herausragende Schau in der Alten Nationalgalerie Berlin stellt eine der selten gewordenen Höhepunkte im Ausstellungsangebot Berlins dar. Unter dem Titel „Dekadenz und dunkle Träume“ werden Hauptwerke des belgischen Symbolismus gezeigt. Diese so bedeutende, auch einflussreiche Kunstrichtung des Fin de Siècle ist aktuell Teil einer internationalen Wiederentdeckung: „Ab Ende 2018 feierte das Petit Palais in…

Die goldenen Jahre des Franz Tausend

Dieser herausragende Roman schildert spannend die Geschichte des Hochstaplers Franz Tausend, kontrastiert sie mit dem Kampf Carl von Ossietzkys gegen die Wiederaufrüstung und macht so den zunehmenden Einfluss der Nazis schon zu Ende der Weimarer Republik deutlich. Franz Tausend hat in den 1920er Jahren tatsächlich 1,5 Millionen Goldmark mit seiner Behauptung ergaunert, er könne Gold…

Neue Ausstellung im Potsdamer Schloss Cecilienhof

Nach mehrwöchiger Verzögerung hat die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) ab dem 23. Juni 2020 ihre Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“ für Besucherinnen und Besucher eröffnet. Bis zum 1. November 2020 zeichnet die SPSG im Potsdamer Schloss Cecilienhof jene schicksalhaften Tage im Sommer 1945 nach und lässt Akteure und…